Heimlicher Korporatismus

 

Der autoritäre Korporatismus (erzwungene Einbindung) ist ein Grundübel unserer Zeit - nicht der Kapitalismus, wie uns allerorten weisgemacht wird. Das beste Beispiel ist das Gebilde Staat. Kein Bürger eines Landes wurde jemals gefragt, ob er daran teilhaben möchte. Das Rezept dagegen lautet sehr einleuchtend: absolute Freiheit. Wenn alle Menschen sich dieser Tatsache bewusst wären, gäbe es sehr wenig Sklaven. So weit die libertäre Theorie. Um zu wissen, ob die Theorie auch in der großflächigen Anwendung überzeugen würde, bräuchten wir dringend mehr Praxiserprobung. Im Vorfeld müssen wir aber diese Theorie sehr sorgfältig nach allen Seiten auf Bruchgefahr abklopfen. Eine brüchige Wand fällt mir dabei ins Auge. Und zwar die des heimlichen Korporatismus. Das heißt, selbst wenn ich offiziell die politischen und wirtschaftlichen Kartelle abschaffe, bedeutet es nicht, dass ich verhindere, dass sich heimlich Netzwerke bilden. Wie erfolgreich diese Organisationen sind, beweisen zum Beispiel die Freimaurer.

Symbol des Illuminatenorden

Symbol des Illuminatenorden

Wie müsste eine freiheitliche Theorie gestrickt sein, dass sie solches verhindert? Lässt sich Heimlichkeit überhaupt im Zaum halten. Am Beispiel der Korruption sieht man, dass sie sich nicht kontrollieren lässt. Geldkoffer lassen sich eben auch nachts übergeben. Selbst im Libertarismus könnte man mittels Verschwörung versteckte Kartelle und Geheimstaaten bilden. Ein weltumspannender Konzern kann auch im Libertarismus Machtmissbrauch begehen. Die Propagandatricks und das Wissen um die psychologische Angreifbarkeit des Menschen verschwinden dadurch ja nicht. Vielleicht ist den Illuminati die Staats- und Wirtschaftsform ja gar nicht so wichtig. Mit ihrem Jahrtausende alten Machtwissen infiltrieren sie jegliche Systeme spielend. Ich glaube, es braucht eine richtige Angriffs- und Abwehrstrategie. Freiheit alleine wird es nicht richten.