Nachrichtenagenturen unter der Lupe

Ein prima Mittel für Zensur ist die Einrichtung von Nachrichtenagenturen. Man wählt ein paar korrupte Medienfirmen aus, befördert sie nach ganz oben und lässt sie die Funktion des Gatekeepers ausführen. Sie bestimmen, was alle übrigen Pressefirmen an Nachrichten bekommen. Diese Nachrichten sind hochgradig manipuliert und gefiltert. Es wundert einen nicht, dass die meisten Zeitungen die gleichen Nachrichtenartikel bringen. Kauft euch mal zehn Zeitungen und legt sie nebeneinander. Verschieden TageszeitungenIhr werdest feststellen, dass sie alle gleichgeschaltet sind. Auch weil die lokalen Journalisten nicht frei schreiben dürfen. Darüber hinaus werden die Presseabteilungen personell bewusst so knapp gehalten, dass sie gezwungen sind, die vorgefertigten Nachrichten zu übernehmen. Was den überregionalen Teil anbelangt, verfassen viele Zeitungen überhaupt keine selbst recherchierten Artikel mehr.
Ich frage mich, warum bekommen wir denn nicht gleich direkt die Agenturmeldungen vorgesetzt. Man könnte sich doch die Zeitungen ganz sparen - das macht man nicht, weil man dann die Illusion von Vielfalt zerstören würde. Das zentralistische Mind-Control-System würde zu Tage treten.
Klaus Kleber - Mit dem zweiten sieht man besser - Allsehendes AugeObwohl die Nachrichtenagenturen maßgeblich unser Wissen und Denken bestimmen, arbeiten sie paradoxerweise abseits der Öffentlichkeit. Man weiß fast nichts über sie und weiß doch fast alles durch sie. Was ich nicht kenne, kann ich auch nicht kontrollieren. So ist vor allem im Internet zu beobachten, wie Nachrichtenportale Meldungen verbreiten, die vollkommen entpersonalisiert sind. Da wünsche ich mir fast wieder die alten Nachrichtensendungen, wie das heute-journal zurück - einem Claus Kleber kann ich wenigsten ins Allsehende Auge schauen und denken: Oh man, was verzapft der wieder für einen transatlantischen Scheiß!