Wahlfälschungen finden vor aller Augen statt. Man muss gar nicht irgendeinen Wahlleiter der Zahlenverdreherei überführen oder irgendeinen Stimmzettelverbrenner mit der Kugelschreiberkamera aufnehmen. Aufmerksames Beobachten und logisches Denken reichen vollkommen aus. Es folgen sieben Betrugsmethoden, die bei allen Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland Anwendung finden, aber so normal sind, dass sie keiner bemerkt.

  1. Propaganda
    Wenn man die Wähler über Medienkampagnen manipulieren kann, dann erübrigt sich manchmal der direkte Eingriff in eine Wahl. Durch die Zentralisierung der wenigen mächtigen Medienkonzerne und die Verflechtung mit der Politik kann man die öffentliche Meinung beliebig lenken. Unliebsame Meinungen werden verächtlich gemacht und dadurch trauen sich die Bürger nicht mehr diese Meinungen laut auszusprechen - eine Schweigespirale entsteht (siehe Forschungen der Helmut-Kohl-Freundin Elisabeth Noelle-Neumann). Der Bürger ist leider nicht, so wie immer behauptet wird, souverän und aufgeklärt, sondern mehrheitlich feige und dumm.
  2. Wahlprognosen
    Um die Funktion von Wahlprognosen zu verstehen, empfehle ich euch ein Spaziergang zu tätigen, bei dem ihr eine Schafherde beobachten könnt. Weiteren Antworten zur Wähler-Lenkung ergeben sich daraus. In einer echten Demokratie wären Wahlprognosen und Umfragen streng verboten.
  3. Briefwahl
    Man weiß bei dieser Wählart nicht genau, wer die Briefwahl anfordert (Oma oder doch eher der Enkel), wer den Stimmzettel ausfüllt, wo er gelagert wird und wer alles Zugriff darauf hat. Für einen gewünschten transparenten Wahlverlauf sind das sehr ungünstige Voraussetzungen.
  4. Parteien-Reihenfolge
    Die Reihenfolge der Auflistung auf dem Stimmzettel bevorzugt die Parteien, die an der Macht sind. Eigentlich müsste die Reihenfolge per Zufallssystem ausgelost werden.
  5. Fünf-Prozent-Hürde
    Damit verhindert man das Aufkommen neuer Parteien. Kleinere Parteien werden dadurch ungerechtfertigterweise von einer politischen Beteiligung ausgeschlossen. Das ist zutiefst undemokratisch. In Verbindung mit der Vorgabe der Medienunternehmen, kleinere Parteien konsequent zu ignorieren (zum Beispiel indem man sie bei Fernsehtalkshows nicht einlädt), haben neue Parteien keine Chance hochzukommen. Die natürliche Hürde bei Wahlen sollte eigentlich die Erringung eines Sitzes durch das Erreichen der erforderlichen Stimmzahl sein. Bei der Bundestagswahl 2013 wurden durch die Sperrklausel 15,7 % aller Wählerstimmen ausgeschlossen. Dies verzerrt das Wahlergebnis, da dadurch die Stimmen der anderen Parteien automatisch mehr Gewicht bekommen.
  6. Platzierung von Stimmzetteln
    Urne in FrankreichMorgens, vor der Öffnung des Wahllokals, lassen sich gefälschte Wahlzettel in der Urne platzieren. Deshalb sind in Deutschland die Urnen undurchsichtig. Dummerweise konzentrieren sich alle selbst ernannten Wahlbeobachter auf die korrekte Auszählung nach Schließung der Wahllokale. In Frankreich ist diese Wahlfälschungsmethode schwieriger, da das französische Wahlreglement vorschreibt, transparente Wahlurnen zu verwenden. Was die deutsche Bürokratie von dem Wahlvolk hält, drückt sich in zweierlei Hinsicht aus. In Wort und in Bild. Das Wort Urne ist ja schon entlarvend lustig. Dass die Bürokraten nun aber neuerdings in vielen Gemeinden und Städten Papiermülltonnen als Urnen verwenden, schlägt dem Faß den Boden raus. Ich schäme mich fast schon für die Menschen, Wahltonne in Bochumdie ihren Stimmzettel voller Stolz in dieses Behältnis werfen. Sind sie sich doch überhaupt nicht bewusst, welche unglaubliche Verhöhnung hinter diesem Streich steckt. Damit wird nämlich von öffentlicher Seite aufgezeigt, dass die Stimmabgabe für die Tonne ist.
  7. Wahltagsbefragungen
    Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es sein kann, dass um Punkt 18 Uhr die Fernsehanstalten wissen, wie die Wahl ausgegangen ist. Solche Zahlen der Öffentlichkeit zu präsentieren, ohne dass auch nur eine Stimme ausgezählt wurde, ist eine eklatante Missachtung der Wahl.
    Diese Zahlen kommen zustande durch Wahltagsbefragungen an ca. 400 ausgesuchten Wahllokalen durch das Umfrageinstitut Infratest dimap (man sollte eher von Wahlfälschungsinstitut sprechen). Schon seit dem frühen Morgen geben die Befrager ihre Daten telefonisch nach München weiter. Spätestens um 14 Uhr ist die Befragung zu Ende.
    Der wichtigste Hinweis auf Wahlfälschungen sind eben diese Wahltagsbefragungen. Die Mächtigen können sich ja nicht immer auf das Funktionieren der Propaganda verlassen. Darum müssen sie am Wahltag unbedingt in Erfahrung bringen, wie die Bürger konkret abstimmen. Und zwar nicht erst beim Schließen der Wahllokale (dann wäre es für ein Eingreifen meist schon zu spät), sondern schon mittags. Nur dann haben sie noch einige Stunden Zeit, um auf unliebsames Wahlverhalten manipulativ einwirken zu können.
    Problematisch ist eben, dass schon Stunden vor dem eigentlichen Wahlende eine Gruppe von Leuten weiß, wie die Wahl ausgehen wird. Die Organisierte Kriminalität (Politik) setzt alles daran, diese Informationen in ihren Besitz zu bringen.